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Orchideen düngen

Orchideen richtig düngen - die Qual der Wahl
Die Qual der Wahl – welcher Dünger ist der Richtige?

Hier werden 8 häufig gestellte Fragen rund um das Thema Orchideen düngen beantwortet. Am Ende des Artikels finden Sie eine Auswahl verschiedener Orchideendünger.

Brauchen Orchideen Dünger?

Orchideen seien wahre Hungerkünstler heißt es immer wieder. Viele von ihnen leben in der Natur als Aufsitzer – nicht Schmarotzer! – auf Bäumen und müssen ohne nahrhaftes Erdreich auskommen. Sie ernähren sich von… ja, von was denn eigentlich? Irgendwoher müssen sie doch die Kraft für Wachstum und ihre wunderschönen Blüten hernehmen! Ich stelle mir das so vor: Orchideen halten sich mit ihren Wurzeln an der Rinde eines Baumes fest und bilden im Laufe der Zeit große Horste. Vom Baum fällt mal ein Blatt herunter und verfängt sich in den Wurzeln der Orchidee. Dort vergeht das Blatt und setzt dabei Nährstoffe frei. Oder Regenwasser, das am Baum herunter läuft, führt Nährstoffe in Form von abgestorbenen Pflanzenteilen mit sich. Auf jeden Fall ist es Quatsch zu glauben, Orchideen wachsen und blühen nur von Wasser, Luft und Liebe. Sie kommen mit sehr geringen Mengen an Nährstoffen aus, aber ganz ohne geht auf Dauer nicht. Wie man Orchideen richtig düngt erfahren Sie in den nächsten Kapiteln.


Orchideen düngen - herrliche Blüten
Orchideen düngen – solch eine Blütenpracht entsteht nicht von allein.

Wie viel Dünger brauchen Orchideen?

Das kann man so pauschal – Sie ahnen es schon – gar nicht sagen. Aber ein paar Faustregeln gibt es schon. Hybriden, also großblütige Zuchtformen, benötigen mehr Dünger als Naturformen. Je feiner die Wurzeln sind, desto eher versalzen sie, also bitte vorsichtig mit der Düngung sein. Vorsichtig heißt, nicht unbedingt seltener düngen, sondern die Düngerlösung stärker verdünnen: Wenn in der Anleitung steht: 10 ml Düngerlösung auf 1 Liter Wasser, dann nehmen Sie für die empfindlichen Arten nur 5 ml auf einen Liter Wasser. Empfindliche Arten sind Dendrobien oder Oncidien. Normal viel Dünger vertragen Phalaenopsis und Vandas. Cattleyas sind so zwischen normal und empfindlich einzuordnen. Cymbidien dagegen brauchen deutlich mehr Dünger, sie vertragen die doppelte Menge Orchideendünger oder einen normal dosierten Zimmerpflanzendünger.


Wann soll man Orchideen düngen?

Aber Vorsicht: manche Orchideen brauchen eine Ruhezeit, in der sie gar nicht gedüngt werden. Die Ruhezeit findet in der Regel nach der Blüte statt. Dann stellt man die Orchidee etwas kühler und gießt weniger. Die Ruhezeit ist beendet, wenn sich neue Triebe zeigen. Dann stellt man die Orchidee wieder wärmer, steigert die Gießgaben und beginnt zu düngen. Die Düngergaben stellt man ein, wenn die Orchidee in voller Blüte steht. Mehr oder weniger stark ausgeprägte Ruhezeiten benötigen Cattleyas, Cymbidien und alle anderen Orchideen mit Bulben. Monopodial wachsende Orchideen wie Vandas und Phalaenopsen werden das ganze Jahr gleichmäßig durchkultiviert. Am besten erkundigen Sie sich unter dem Menüpunkt Sorten, welche speziellen Wünsche Ihre Orchidee hat (zum Beispiel Phalaenopsis richtig pflegen).


Mit was Orchideen düngen?

Der Markt ist voll mit Düngerangeboten und alle versprechen gesundes Wachstum und Blüherfolge. Da kann man schon den Überblick verlieren. Man unterscheidet zwischen organischem und mineralischem  Dünger. Organischer Dünger ist zum Beispiel Mist oder Guano und muss erst durch Mikroben zersetzt werden, damit Pflanzen die Nährstoffe aufnehmen können. Das ist eine tolle Sache für Gartenpflanzen, aber auf der Fensterbank eher unpraktisch. Mineralischer Dünger wird chemisch aus Salzen hergestellt, die Nährstoffe enthalten und diese in Verbindung mit Wasser hergeben, die dann von der Pflanze aufgenommen werden können. Sehr viele handelsübliche Orchideendünger sind daher mineralische Flüssigdünger.


Orchideen richtig düngen
Orchideendünger – Auch das Kleingedruckte will gelesen werden

Muss es Orchideendünger sein?

Kann ich nicht auch einen herkömmlichen Dünger für Zimmerpflanzen nehmen? Die Antwort ist Jein. Orchideen benötigen im Prinzip dieselben Nährstoffe wie alle anderen Pflanzen auch, allerdings in viel geringerem Maße. Wer unbedingt experimentieren will, kann einen stark verdünnten Zimmerpflanzendünger ausprobieren. Auf Nummer sicher geht, wer speziellen Orchideendünger nimmt. Da kann man von ausgehen, dass die Nährstoffzusammensetzung stimmt und die Dosierungsanleitung wird gleich mit angegeben. Und wenn es etwas zu bemängeln gibt, kann man sich an den Hersteller wenden. Ich bin weder Biologe noch Chemiker und kann zu den chemischen Zusammensetzungen nicht viel sagen. Habe aber nach dem Lesen verschiedener Etiketten den Eindruck, dass die Orchideendünger in der Hinsicht sehr ähnlich sind. Vielleicht sollte man hin und wieder mal die Marke wechseln, damit sich die kleinen Unterschiede ausgleichen.


Der beste Orchideendünger

An dieser Stelle hätte ich jetzt gerne meinen eigenen Orchideendüngervergleich eingestellt. Aber wie bereits im „Vorwort“ der Produkttests beschrieben, haben die Hersteller nicht mitgespielt und es nicht für nötig befunden, mir nach meiner höflichen Anfrage entsprechende Informationen zur Verfügung zu stellen. Da ich einen gewissen journalistischen Anspruch an meine Website stelle und meinen Leserinnen und Lesern einen Mehrwert bieten will, weigere ich mich, stereotyp zu wiederholen, was andere gebetsmühlenartig von sich geben: dies ist das Beste Produkt, weil es am meisten verkauft wird, darum kaufen auch Sie… blablabla.

Zu einem echten Orchideendüngervergleich gehören für mich:

  • eine Angabe über den Nährstoffbedarf von Orchideen – gerne nach Arten und Wachstumsphasen aufgeschlüsselt
  • die Inhaltsstoffe eines Orchideendüngers
  • chemische Analysen
  • Langzeittests an Orchideen
  • die Einschätzung eines Orchideenfachmanns wie zum Beispiel eines jahrzehntelang erfolgreichen Züchters

Die einzige Information, die ich diesbezüglich im Netz fand, ist der Artikel von Thomas Seidl. Inwiefern er unabhängig geschrieben wurde, kann ich leider nicht beurteilen.

 


Was taugen Orchideen Düngestäbchen?

Offen gesagt, habe ich keine Erfahrung mit Orchideendüngerstäbchen. Ich habe lange darüber nachgedacht, wie sie funktionieren könnten. Habe bei Facebook eine Umfrage in einer Orchideengruppe mit über 8000 Mitgliedern gestartet und dort nur eine einzige Orchideenliebhaberin gefunden, die bekennende und begeisterte Nutzerin ist. Sie meinte, sie stecke ein bis drei Stäbchen je nach Topfgröße ganz außen an den Rand. Ihre Töpfe seien durchsichtig, damit sie sieht, wann sich die Stäbchen aufgelöst haben und Nachschub gebraucht wird. Sei taucht ihre Orchideen regelmäßig. Alle würden seit Jahren gut gedeihen.

Ich könnte mir vorstellen, dass die Stäbchen beim Tauchen Nährstoffe ins Wasser abgeben und dann wie ein gelöster Flüssigdünger wirken. So gesehen wären sie praktisch, man müsste nicht jedes mal wieder Flüssigdünger abmessen. Andererseits kann man auf diese Art nicht so gut dosieren. Letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen, wie er düngen möchte. Vielleicht schreibt ja mal jemand einen Kommentar zu dem Thema.


Wie oft Orchideen düngen?

Regelmäßigkeit ist die Mutter des Erfolges! Düngen Sie nicht nur hin und wieder, wenn Sie gerade daran denken. Oder weil die Pflanze so aussieht, als bräuchte sie mal wieder was. Machen Sie sich lieber einen Plan oder zumindest eine Regel. Zum Beispiel: An jedem ersten Badetag im Monat wird gedüngt. Denken Sie an die Ruhekandidaten und lassen Sie diese aus. Den meisten Orchideen reicht das. Nur Cymbidien definitiv nicht, die brauchen in der Wachstumsphase wöchentlich Futter. Oder Düngen Sie bei jedem 4. Tauchgang. Dann düngen Sie automatisch im Sommer mehr als im Winter, weil die Pflanzen dann auch mehr Wasser brauchen. Das ist gut, denn sie wachsen dann auch mehr. Regelmäßige Düngergaben sorgen für ein gleichmäßiges Pflanzenwachstum und sind die Grundlage für eine schöne Blüte.


Auswahl an Orchideendüngern

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von Anders Noren.

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